DPM 2012 R2: Abbrüche bei Sicherung auf Hyper-V Hosts

April 18th, 2014 No comments

Das Backup mit Hyper-V 2012 R2 wurde nochmals verbessert. Dabei kann jetzt auf Checkpoints gesetzt werden, da Checkpoints mittlerweile ohne Downtime der Virtuellen Machine (VM) wieder gelöscht bzw. zusammengefügt werden können.

Eine gute Beschreibung des Prozesses kann hier nachgelesen werden: http://workinghardinit.wordpress.com/2014/03/06/some-insights-into-how-windows-2012-r2-hyper-v-backups-work/

Während des Vorgangs gibt der VSS Provider auf dem Host das Backupsignal über die Integration Services (im Speziellen über die Komponente “Hyper-V Integration Services Shadow Copy Provider”) an die VM weiter. Dabei wird der VM mitgeteilt welche virtuellen Disks gesichert werden sollen.

In meinem Fall brachen diese Backups immer mit VSS Fehlern innerhalb der VM ab. Die Ausgabe von “vssadmin lsit writers” ergibt nur eine sehr häufige Fehlermeldung:

PS C:\Windows\system32> vssadmin list writers
vssadmin 1.1 - Volume Shadow Copy Service administrative command-line tool
(C) Copyright 2001-2013 Microsoft Corp.

Writer name: 'Task Scheduler Writer'
   Writer Id: {d61d61c8-d73a-4eee-8cdd-f6f9786b7124}
   Writer Instance Id: {1bddd48e-5052-49db-9b07-b96f96727e6b}
   State: [1] Stable
   Last error: No error

Writer name: 'VSS Metadata Store Writer'
   Writer Id: {75dfb225-e2e4-4d39-9ac9-ffaff65ddf06}
   Writer Instance Id: {088e7a7d-09a8-4cc6-a609-ad90e75ddc93}
   State: [1] Stable
   Last error: No error

Writer name: 'Performance Counters Writer'
   Writer Id: {0bada1de-01a9-4625-8278-69e735f39dd2}
   Writer Instance Id: {f0086dda-9efc-47c5-8eb6-a944c3d09381}
   State: [1] Stable
   Last error: No error

Writer name: 'ASR Writer'
   Writer Id: {be000cbe-11fe-4426-9c58-531aa6355fc4}
   Writer Instance Id: {62d48d40-389c-462c-a249-33551b736b47}
   State: [10] Failed
   Last error: Timed out

Writer name: 'System Writer'
   Writer Id: {e8132975-6f93-4464-a53e-1050253ae220}
   Writer Instance Id: {76b60653-d268-4066-9745-5af9229d5f6e}
   State: [10] Failed
   Last error: Timed out

Writer name: 'SqlServerWriter'
   Writer Id: {a65faa63-5ea8-4ebc-9dbd-a0c4db26912a}
   Writer Instance Id: {4d6e24b3-f659-4b67-96b3-a38c8a102c6a}
   State: [10] Failed
   Last error: Timed out

Writer name: 'Registry Writer'
   Writer Id: {afbab4a2-367d-4d15-a586-71dbb18f8485}
   Writer Instance Id: {0b45a903-5336-4b58-985f-77821f161e9b}
   State: [10] Failed
   Last error: Timed out

 

Der Timed out Fehler kann viele Ursachen haben, die in diesem Fall aber nicht zutrafen. Eine Analyse des Eventlogs hat eine weitere interessante Fehlermeldung aufgedeckt:

Log Name:      Application
Source:        vmicvss
Date:          4/17/2014 8:29:09 AM
Event ID:      17
Task Category: None
Level:         Error
Keywords:      Classic
User:          N/A
Computer:     vm
Description:
Could not find a matching original volume for shadow volume \\?\Volume{17a6a58c-c3a9-11e3-80be-00155d65010c}\.
Event Xml:
<Event xmlns="http://schemas.microsoft.com/win/2004/08/events/event">
  <System>
    <Provider Name="vmicvss" />
    <EventID Qualifiers="49154">17</EventID>
    <Level>2</Level>
    <Task>0</Task>
    <Keywords>0x80000000000000</Keywords>
    <TimeCreated SystemTime="2014-04-17T06:29:09.000000000Z" />
    <EventRecordID>2413</EventRecordID>
    <Channel>Application</Channel>
    <Computer>vm</Computer>
    <Security />
  </System>
  <EventData>
    <Data>\\?\Volume{17a6a58c-c3a9-11e3-80be-00155d65010c}\</Data>
  </EventData>
</Event>

D.h. Es wurde vom Host ein Volume zur Sicherung angefragt, dass die VM nicht gefunden hat. Eine Liste aller verfügbaren Volumes wird durch “vssadmin list volumes” ausgegeben:

PS C:\Windows\system32> vssadmin list volumes
vssadmin 1.1 - Volume Shadow Copy Service administrative command-line tool
(C) Copyright 2001-2013 Microsoft Corp.

Volume path: C:\
    Volume name: \\?\Volume{87f51e16-10a0-4202-8934-285c1ad394eb}\
Volume path: D:\
    Volume name: \\?\Volume{52662650-bef6-11e3-80b7-00155d65010c}\
Volume path: E:\
    Volume name: \\?\Volume{52662659-bef6-11e3-80b7-00155d65010c}\
Volume path: F:\
    Volume name: \\?\Volume{52662661-bef6-11e3-80b7-00155d65010c}\

Auch hier fehlt die gesuchte GUID. Die nächste Informationsquelle ist diskpart:

PS C:\Windows\system32> diskpart

Microsoft DiskPart version 6.3.9600

Copyright (C) 1999-2013 Microsoft Corporation.
On computer: DB04

DISKPART> list disk

  Disk ###  Status         Size     Free     Dyn  Gpt
  --------  -------------  -------  -------  ---  ---
  Disk 0    Online           60 GB      0 B        *
  Disk 1    Offline          20 GB  1024 KB
  Disk 2    Online          100 GB      0 B
  Disk 3    Online          100 GB      0 B
  Disk 4    Online          100 GB      0 B

Hier wird klar, dass die vier Volumes von vssadmin noch durch eine weitere Disk 1 ergänzt wird, die Offline ist. Sobald man die Disk online nimmt, läuft das Backup über System Center Data Protection Manager (SCDPM) 2012 R2 durch.

Zusammenfassung: Dadurch, dass der Hypervisor der VM sagt, welche Platten gesichert werden, muss die VM diese auch zuordnen können. Ist dies nicht der Fall, so bricht ein Backup durch eine Fehlermeldung innerhalb der VM ab. 

 

ConfigMgr: Cumulative Update 1 for System Center 2012 R2 Configuration Manager

March 29th, 2014 No comments

Kurze Information: Das CU 1 für System Center Configuration Manger 2012 R2 steht jetzt unter http://support.microsoft.com/kb/2938441/en-us zur Verfügung.

Es beinhaltet u.a. die wichtigen Updates für das OS Deployment, die Aktualisierung des Endpoint Clients und den Support für App-V 5.0 mit SP2.

Relevant ist auch die Anpassung, dass ein externes Medium wie eine USB Platte jetzt auch als fixed disks eingerichtet werden kann. Mittlerweile werden alle größeren USB Sticks und Platten nicht mehr als removable disk in Windows erkannt. Dies führte vor CU1 dazu, dass von dem Stick kein OSD durchgeführt werden konnte.

Die komplette Liste aller Änderungen ist im Knowledge Base Artikel aufgeführt:

http://support.microsoft.com/kb/2938441/en-us

OpsMgr: Neue Management Packs seit Januar 2014

March 8th, 2014 No comments

Ein kurzes Updates auf der Management Pack Front:

 

Neue Management Packs im Zeitraum zwischen 01.01.2014 und 08.03.2014:

Dokumentation:

Fehlendes Kontextmenü in Windows 8.1

February 16th, 2014 No comments

Sollte in Windows 8.1 beim Rechtsklick auf den Start Button kein Kontextmenü kommen (s. Bild), so kann dies an einem fehlenden Ordner im Profil liegen.

image

Der Ordner %localappdata%\Microsoft\Windows\WinX sollte existieren und beinhaltet drei Unterordner mit den entsprechenden Links.

Fehlt der Ordner, so kann er aus dem Default User Profil kopiert werden. Der entsprechende Ordner ist unter C:\Users\Default\AppData\Local\Microsoft\Windows\WinX zu finden.

Categories: Deutsch, Windows Tags:

ConfigMgr: System Center Configuration Manager 2012 Cumulative Update 4

February 8th, 2014 No comments

icon-04 Vor wenigen Tagen ist das Cumulative Update 4 für den System Center 2012 (NICHT R2!) veröffentlicht worden.

Aus meiner Sicht hervorzuhebende Updates sind:

  • Applications that use dynamic variable lists are not installed in System Center 2012 Configuration Manager
  • This cumulative update adds support for Microsoft Application Virtualization (App-V) 5.0 Service Pack 2 (SP2)
  • November 2013 anti-malware platform update for Endpoint Protection clients

Die komplette Beschreibung und der Link zum Download ist unter http://support.microsoft.com/kb/2922875/en-us zu finden.

 

Somit dürften bei Microsoft jetzt Ressourcen frei sein, um das erste Cumulative Update für System Center 2012 R2 zu veröffentlichen…

ConfigMgr: Verteilung von .Net Framework 4.5.1

January 13th, 2014 No comments

Im aktuellen .Net Framework 4.5.1 scheint es ein Problem zu geben. Verteilt man es als Application mit Standardeinstellungen und den Silent Parametern /q /norestart, so erhält man im Installationslog (standardmäßig unter c:\windows\temp) folgende Fehlermeldung:

Error 0×80004005: Failed to extract all files out of box container #0.

Führt man den Befehl manuell mit den gleichen Parametern aus, so funktioniert es.

Ein schneller Workaround besteht darin, bei der Scriptinstallation den Hacken bei “run the installation and uninstall program as 32bit process on 64bit clients” zu setzen.

Ich konnte den Fehler und den Workaround an einem Windows 7 Client erfolgreich testen.

Danke an die Melder und den Poster für den Workaround in folgendem Forumseintrag:

http://social.technet.microsoft.com/Forums/en-US/4808233e-1410-4305-a8d1-0e88f3a6fdc8/

OpsMgr: Neue Management Packs seit September 2013

December 31st, 2013 No comments

Zum Abschluss des Jahrs 2013 wünsche ich euch allen einen Guten Rutsch. Wir lesen uns wieder im Jahr 2014!!!

Und als Abrundung die letzten Management Pack Änderungen:

Neue Management Packs im Zeitraum zwischen 27.09.2013 und 31.12.2013

Active Directory

File Services

SQL Server

System Center

Cloud und Hyper-V

Internet Information Services (IIS) und NLB

Betriebssysteme und Cluster bzw. weitere Core Services

Dokumentationen

ConfigMgr: Hotfix für 2012 R2

November 11th, 2013 No comments

Wer bereits auf System Center 2012 R2 Configuration Manager setzt und beim Operation System Deployment (OSD) Geschwindigkeitseinbußen gegenüber älteren Versionen merkt, der sollte sich das gerade erschiene Hotfix KB2905002 genauer anschauen.

Scheinbar wurde der Fortschrittsbalken deutlich häufiger aktualisiert als in Vergangenheit. Dies hat zu einem extremen Einbruch bei der Übertragungsgeschwindigkeit geführt :)

Hier der entsprechende Link:

http://support.microsoft.com/kb/2905002/en-us

SC ConfigMgr 2012 R2: ADK 8.1 (8.100.26020.0)

October 27th, 2013 No comments

Die meisten sollten bereits mitbekommen haben, dass Volume Licence Kunden und MSDN Mitglieder bereits zugriff auf die neue System Center 2012 R2 Configuration Manager Version haben. Einen guten Überblick über die Neuerungen hat mein geschätzter MVP Kollege Adrian Stoian in seinem Blog bereitgestellt:

http://www.adrianstoian.com/?p=1387

Wie bereits in einem vorhergehenden Blogeintrag von mir erwähnt benötigt der neue ConfigMgr auch eine neue Version des ADKs. Die released Version wurde netzt nochmal aktualisiert. Wer also die alte Version bereits installiert hat, der sollte auf die aktuelle Version upgraden:

http://blogs.technet.com/b/configmgrteam/archive/2013/10/23/announcement-the-adk-for-windows-8-1-has-been-updated.aspx

Simulieren eines WANs mit WANem

October 7th, 2013 No comments

notepad In einigen Fällen möchte man eine langsamere Verbindung simulieren. Mittels Netzwerkeinstellungen der virtuellen NIC in Hyper-V könnte eine Drosselung schon umgesetzt werden. Dies simuliert aber keine Paketverluste und was ist, wenn man das Host System (z.B. für Hyper-V replica Tests) einschränken möchte?

Eine alte und immer noch funktionale Lösung ist WANem. Es handelt sich dabei um eine Live-CD (knoppix) die einfach in eine VM eingelegt wird. Die VM ist mit 1GB RAM, einer NIC und keiner Platte ausgestattet. Die NIC sollte eine legacy NIC sein, da diese automatisch erkannt wird. In meinem Hyper-V 2012 R2 Preview hat die “neue” 3.0 Beta nicht funktioniert. Die ältere 2.3 funktioniert und reichte von den Featuren aus.

Für meine Szenarien reicht eine NIC, die im normalen VLAN der VMs (und Hyper-V) Knoten eine IP bekommt.

Im ersten Szenario möchte ich den Traffic zwischen zwei VMs einschränken. WANem hat dabei die IP Adresse 10.6.255.148 bekommen. VM1 die 10.6.255.11 und VM2 die 10.6.255.22.

Daher trage ich auf VM1 eine neue Route ein:

route add 10.6.255.22 mask 255.255.255.255 10.6.255.148

und auf VM2:

route add 10.6.255.11 mask 255.255.255.255 10.6.255.148

Metric und Interface erkennt Windows automatisch.

Dies bedeutet: Wenn VM1 die VM2 erreichen will, muss es über WANem gehen. Ebenso muss der Rückweg über WANem (von VM2 zu VM1) gehen.

Soweit deckt sich das Szenario mit der Dokumentation von WANem.

Im zweiten Szenario möchte ich den Traffic zu einer IP in einem anderen Subnetz einschränken.  In diesem Fall (zentraler Webproxy) habe ich keine Chance auf dem fremden System eine Route einzutragen bzw. dem WANem ein zweites Bein in das fremdes Subnetz zu geben.

Ich kann somit eine Route auf der Quelle eintragen:

route add 10.6.200.12 mask 255.255.255.255 10.6.255.148

Simuliere ich dann eine 2MBit Leitung:

clip_image002

und teste die Geschwindigkeit im Webbrowser erhalte ich folgendes Ergebnis:

clip_image002[7]

Bedeutet: Die Upload Richtung wurde gedrosselt. Die Download Richtung nur etwas verlangsamt, da die ACK Pakete (“Upload”) ebenfalls gedrosselt wurden. Dies liegt daran, dass natürlich der Proxy auf seinen normalen bekannten Weg (=Gateway) die Pakete zurückschickt und diese somit nicht gedrosselt werden können.

Um auch die Rückrichtung zu drosseln muss WANem die Quelle-IP in den Paketen anpassen. Diese Verfahren kennen wir von unseren DSL Routern: NAT.

Auf der Kommandozeile des WANem Systems aktivieren wir daher NAT für das eth0 Interface (wenn das System nur eine NIC hat bzw. diese das Gateway zum fremden System eingetragen hat):

NAT ADD ETH0

Ein erneutes Ausführen des Tests ergibt folgendes Ergebnis:

clip_image002

Jetzt werden somit beide Richtung korrekt auf ca. 2000kbit/s gedrosselt.

Hier übrigens noch der Test mit WANem ohne Dorsselung:

clip_image002[9]