MDOP: UE-V– Teil 1 -Einführung

LifesaverEine Überschrift aus nur zwei Abkürzung. MDOP (Microsoft Desktop Optimization Pack) dürften die meisten bereits von App-V kennen. Und UE-V soll genau ein “Schmerz” von der Applikationsvirtualisierung lösen. Durch App-V wird eine Anwendung in einer (relativ) isolierten Blase ausgeführt. Dies bezieht sich auch auf Einstellungen, die der Benutzer speichert. Diese werden in einer Containerdatei im Profil hinterlegt. Startet er die Anwendung danach z.B. virtuell auf einem Terminalserver, so wird diese Containerdatei wieder herangezogen und er findet seine Einstellungen wieder vor. Sobald er aber die Anwendung in physikalisch installierter Form startet sind diese Einstellung nicht da, da sie nur in der virtuellen Blase zur Verfügung stehen.

Ein anderer Fall: Ein Benutzer arbeitet parallel an seinem Laptop und mit einer Citrixverbindung auf seinem iPAD. Er ändert eine Einstellung an Word an seinem Laptop und schließt es wieder. Danach öffnet er ein Word-Dokument auf Citrix –> seine geänderte Einstellung ist nicht da, da sie erst beim Abmelden ins servergespeicherte Profil zurückgespielt wird.

Ein weiterer Fall: Immer mehr Firmen verzichten auf servergespeicherte Profile, da die meisten Benutzer einen festen PC haben und der Aufwand und die Verzögerung für den Benutzer als zu hoch angesehen wird. Die “Consumerization” der IT bedeutet aber, dass der Anwender sich zukünftiger häufiger an unterschiedliche Endgeräte anmelden wird. Doch wieder ein Grund servergespeicherte Profile einzuführen?

In allen drei Fällen kann User Experience Virtualization (UE-V) helfen. Das Produkt ist gerade im Beta-Stadium und kann u.a. unter http://technet.microsoft.com/en-us/windows/hh943107 gefunden werden.

Das Produkt besteht im Kern aus einem Agent auf dem Endgerät. Dort reagiert es auf Anwendungsstarts. Erkennt es die Anwendung anhand von Angaben in Templates, dann sichert es die zentral abgelegten Einstellungen zurück und schreibt beim Beenden die Einstellungen wieder weg. Das “Profil” der Anwendung wird somit nicht erst beim An- und Abmelden aktualisiert, sondern bereits bei jedem Start und Schließen der jeweiligen Anwendung.

Sobald er die Anwendung auf einem anderen Endgerät öffnet wird auf dem zentralen Store (eine einfache Dateifreigabe) nachgeschaut ob aktuelle Einstellungen vorhanden sind. Dadurch dass der Agent auch in die Blase einer Virtualisierung hineinschauen kann wird auch sichergestellt, dass die Einstellungen zwischen virtuellen und physikalisch installierten Anwendungen synchronisiert werden.

Microsoft selber liefert einige Templates z.B. für Office, Internet Explorer (9+10) und Windows Einstellungen bereits mit. Möchte man eigene Templates erstellen, so kann man dies durch “Microsoft User Experience Virtualization Generator” auf einfache Weise erstellen. Innerhalb des Generators startet man die gewünschte Anwendung. Dabei wird aufgezeichnet in welche Bereiche das Programm schreibt. Diese Informationen kann man überprüfen, gegebenenfalls anpassen und als Template speichern.

Definiert man einen zentralen Templatestore, dann aktualisiert sich der Agent einmal am Tag von diesem, so dass alle Endgeräte zeitnah mit den aktuellsten Templates versorgt werden.

 

In den nächsten Teilen beschreibe ich die einzelnen Komponenten genauer. Dabei gehe ich auch auf das (obligatorische) Powershell-Modul ein und erkläre, wie ich die Lösung an meine Workgroup Windows Homeserver (WHS) Umgebung angepasst habe, damit ich auch zu hause eine Synchronisation zwischen den Endgeräten machen kann Smiley

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