Jetzt wo wir einen Rechner per Powershell aufwecken können kommt als nächstes die Funktion um eine Neuinstallation anzustossen und sie wieder abzubrechen.
Der Abbruch ist deswegen relevant, da u.U. das WoL nicht funktioniert. Startet der Benutzer am nächsten Morgen den PC wieder ganz normal an, so würde die Installation direkt startet und er könnte ein paar Stunden nicht arbeiten. Daher stoppt das Script die Installation automatisch, falls sie nicht innerhalb eines bestimmten Zeitfenster gestartet werden konnte.
Vor einigen Tagen hat Microsoft den System Center Updates Publisher (SCUP) in der Version 2011 veröffentlicht. Er beinhaltet einige interessante Neuerungen:
Automatic Updates mit SCCM: zuerst wird ein Update nur als metadata veröffentlicht ohne das eigentliche Update herunterzuladen. Bei einer späteren Synchronisation ließt der SCUP aus dem SCCM (System Center Configuration Manager 2007 oder höher) aus, ob Clients dieses update benötigen. Ist dies der Fall, dann lädt er das komplette Update herunter und stellt es in den WSUS zur Verteilung bereit
Software update Cleanup Wizard: Ermöglicht es nicht mehr benötigte Updates zu bereinigen, indem sie auf expired gesetzt werden
System Center Advisor (SCA) ist ein neues Cloud Produkt von Microsoft, dass ähnlich wie Intunes bloß für Server ist. (und auch nur die Überwachung beinhaltet )
Es verwendet ebenfalls auf dem zu überwachenden Server den SCOM 2007 R2 Agent und unterstütz dabei Multihome, d.h. man kann auch parallel seinen eigenen SCOM Server weiterbetreiben. SCA liefert eigene Management Packs mit, die speziell für SQL Server optimiert wurden. So werden fehlende Microsoft Updates (die nicht im Windows Update Katalog sind) angezeigt, nicht optimale TempDB Einstellungen, … aufgelistet.
Der SCOM Agent sendet nicht direkt zu Microsoft, sondern packt die SCOM Informationen (Alerts, Konfigurationsinformationen), die als einzelne XML-Dateien vorliegen zu CAB-Dateien zusammen in legt sie unter
%programFiles%\System Center Advisor\Mailbox\outbox
ab. Diese werden zu bestimmten Zeitpunkten am Tag (minimal per Registry auf alle 12h einstellbar) genommen (Tipp: startet man den SCOM Agent (der SCA Agent hat keinen eigenen Dienst, sondern wird über den SCOM Agent gesteuert) neu, dann werden die CAB Dateien sofort verschickt) und per http an den im Unternehmen zu installierenden SCA Gateway Server geschickt (Achtung: der hört auf Port 80 und ist nicht im IIS integriert – kann somit nicht auf einem System mit IIS oder einen anderen Webserver auf Port 80 installiert werden).
Die verschickte CAB Datei landet dann auf dem Agent unter
%programFiles%\System Center Advisor\Mailbox\send Items
Auf dem Gateway landen die empfangenen CAB Dateien unter fromAgent Verzeichnis unter
%programFiles%\System Center Advisor\GatewayData\Mailboxes\<guid>
In diesem Verzeichnis liegt eine machine.xml Datei, in der unter anderem der Agent-Servername zu finden ist. Nach einem Upload zu Microsoft (auch über einen Webservice) landen die Dateien unter
%programFiles%\System Center Advisor\GatewayData\Mailboxes\<guid>\Uploaded\*.cab
Auch hier beschleunigt ein Neustart des Dienstes den Upload zu Microsoft. Durch zwei Dienstneustarts (erst Agent dann Gateway) kann man im Gegensatz zur Dokumentation sofort Daten zu Microsoft schicken, die dort wohl auch sofort verarbeitet und auf der Webseite angezeigt werden.
Ich stelle mir regelmäßig die Frage, welche Management Packs (MP) sich in letzter Zeit aktualisiert haben. Dies ist z.B. relevant wenn man bei einem Kunden ist und dieser nicht (auf einfache Weise) von der Management Konsole ins Internet kommt, um die MPs automatisch aktualisieren zu lassen. Der Pinpoint Katalog ist dabei leider auch keine gute Hilfe.
Daher habe ich mir ein kleines Script geschrieben, dass die MP-Änderungen innerhalb eines Zeitraumes ausließt und ausgibt. Ich werde demnächst einmal die Woche diese Liste hier posten. (Momentan noch halbautomatisch und demnächst hoffentlich automatisiert.)
Damit man sich selber dauerhaft einen Überblick über die Aktualisierungen machen kann, sind alle Post dazu mit dem Tag SC Software Updates markiert und lassen sich über den RSS Feed abonnieren (http://www.mbaeker.de/tag/sc-software-updates/feed/).
Neue Management Packs im Zeitraum zwischen 04.02.2011 und 06.03.2011
Hier ein paar Tipps für das aktuelle SCOM Update (und andere):
Wie immer ist es wichtig, das Update mit Adminrechten zu starten. UAC reicht nicht, da sonst das nachfolgende Updateprogramm nicht gestartet wird. Also am Besten eine Kommandozeile mit Administrativen Rechten starten und “msiexec /i SystemCenterOperationsManager2007-R2CU3-KB2251525-X86-X64-IA64-ENU.MSI” ausführen.
Falls man es doch vergessen hat, kann man das Update nochmal mit Adminrechten starten und repaieren, oder manuell das Updateprogramm starten. Dafür eine administrative Shell starten und in das Installationsprogramm wechseln. Dort dann “SetupUpdateOM.exe /x86msp:KB2251525-x86.msp /amd64msp:KB2251525-x64.msp /ia64msp:KB2251525-ia64.msp /x86locmsp:KB2251525-x86-ENU.msp /amd64locmsp:KB2251525-x64-ENU.msp /ia64locmsp:KB2251525-ia64-ENU.msp /Agent /noreboot” ausführen.
Nochmals zu Erinnerung: auf jeden Fall den Knowledge Base Artikel beachten und die manuellen Schritte durchführen (Ausführen der SQL Updates)
Die SCOM Console hat nach dem erfolgreichen Update die Version 6.1.7221.49
Die Windows SCOM Agents behalten die alte Versionsnummer aber erhaten den Patchzusatz CU3
Die Unix Agents werden direkt mit dem Update aktualisiert (das andere Unix Update beinhaltet nur die aktualisierten Management Packs) und erhalten im Gegensatz zum alten CU2 Unix Update die Versionsnummer 6.1.7000.277
Seit dem 1. Oktober steht das CU3 für den SCOM bereit. Es beinhaltet nicht viele Neuerungen dafür aber einige Fehlerbehebungen. Eine Installation lohnt sich somit! Integriert ist darüber hinaus das Cross Pattform Update 3.
Bei der Installation bitte folgendes beachten: Es reicht nicht aus einfach das Update zu installieren, sondern es müssen noch ein paar manuelle Schritte durchgeführt werdden. Dazu zählt hauptsächlich das Ausführen von SQL Statements. Details findet ihr auf der Knowledge Base Seite unter dem Abschnitt:
Manual operations that must be performed after you update the Root Management Server and Data Warehouse
Ich habs nie gemacht und auch nicht für sinnvoll gehalten (oder war ich nur zu faul?).
Jetzt gibt es dazu eine konkrete Aussage von Microsoft:
Is there a way to isolate a DC in order to do an AD Schema upgrade? I cannot find any documentation on how to do this.
Answer
Isolating the Schema Master for ADPREP /FORESTPREP is unsupported (i.e. "not tested by the Product Group") and not recommended*; we intentionally try to block you from this scenario starting in Win2003 SP1.
Ich arbeite als Systemingenieur in diversen Kundenprojekten bei der TechniData IT Service GmbH, die u.a. Standorte in Karlsruhe und Markdorf unterhält.