Grundsätzlich darf auf einen Hyper-V Server nur ein Administrator zugreifen (Mitglied der lokalen Administratorengruppe). Setzt man den System Center Virtual Machine Manager (SCVMM) ein, so ermöglicht dieser einem u.a. ein rollenbasiertes Management. Dabei erfindet er das Rad nicht neu, sondern setzt ein Feature des Hyper-Vs ein, dass in meinen Augen zwar gut dokumentiert aber relativ unbekannt ist.
Dazu verwendet Hyper-V das rollenbasierte Accessmanagement (RBAC) und die dafür verfügbare GUI AzMan. Die Konfigurationsinformationen werden in einer XML Datei unter ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\InitialStorage.xml abgelegt. Achtung: Verwendet man den VMM Agent, so wird der Ort der XML Datei auf ProgramData\microsoft\Virtual Machine Manager\HyperVAuthStore.xml geändert!
Ich beschreibe hier die Vorgehensweise, wie man einer zusätzlichen benutzergruppe das Recht einräumen kann auf die Konsole der Virtuellen Maschinen zugreifen zu können:
Wer die Powershell Module von SCVMM und die Community Module zu Hyper-V gleichzeitig benutzen will, bekommt bei einigen Funktionen einen Konflikt.
Eigentlich sind alle Funktionen vom SCVMM eindeutig mit einem SC bezeichnet. So heißt die Funktion, um das Objekt einer Virtuellen Maschine zu erhalten get-SCVirtualMachine. Wahrscheinlich aus historischen Gründen gibt es aber eine Alias namens “get-VM” auf diese Funktion.
Die CodePlex Hyper-V Funktionen haben keinen gesonderten Namensraum. Hier heißt die Funktion für die Virtuelle Maschine einfach get-VM. Dies wäre nicht so schlimm, wenn die Funktion nicht auch intern fleißig genutzt wird. Möchte man die CodePlex Funktionen nutzen, um Differenzielle Disks zu erstellen (etwas was der SCVMM auch in 2012 nicht anbietet), so funktioniert dies nicht mehr, wenn beide Module geladen sind.
Die direkte Lösung wäre daher, den Alias auf get-SCVirtualMachine wieder zu entfernen. Neue Aliase sind einfach per “new-Alias” erstellbar. Eine Funktion namens “remove-Alias” existiert aber nicht, da ein Alias für die aktuelle Sitzung definiert und dort auch bis zum Ende bestehen bleibt.
Trotzdem kann man einen Alias mit der generischen Funktion remove-item entfernen. Hier heißt der Alias “Alias:get-VM”. D.h. wie bei der Bezeichnung “ftp:sdfsdf” oder “c:\get-vm” steht Alias: für das Protokoll bzw. den Namensraum, damit die Funktion weiß, an welches Modul sie den Löschbefehl weitergeben muss. Hier ein Beispiel:
$alias= Get-Alias | where {$_.name -eq "Get-VM"}
if ($alias -ne $null) {
$itemName=$alias.CommandType.ToString()+":"+$alias.name
Remove-Item $itemName
}
In diesem Blogpost werde ich die Arbeit mit den neuen Custom Properties im SCVMM 2012 vorstellen.
In Vergangenheit gab es eine Reihe von vordefinierten Custom Properties (1-10). Mit SCVMM 2012 gibt es beliebige Erweiterungsfelder, die als Objekt abgebildet sind und an Virtuellen Maschinen, Hosts, Clouds und anderen Objekten hängen können.
Diese Objekte kann man in Powershell mittels get-SCCustomProperty abrufen. Diese Objekte beinhalten aber noch keine Werte, sondern stellen nur die Schlüssel dar. Die eigentlich eingestellten Werte hängen in einer Hashtable an den zu erweiternden Objekten, also z.B. an der jeweiligen Virtuellen Maschine in der Hashtable Eigenschaft CustomProperty. Möchte man den Wert der selbsterstellten Eigenschaft “Kostenstelle” abfragen, so kann man dies über
In der ersten Zeile wird zur Sicherheit überprüft, ob überhaupt Custom Properties an diesem Objekt hängen (HashTable speichert die Anzahl der Einträge in Count). Danach werden alle CustomProperty Objekte aus der Key Eigenschaft ausgelesen und durchlaufen. Durch set-SCCustomPropertyValue wird das Objekt und der Wert an das Zielobjekt übertragen.
Ich habe gerade das Glück etwas mehr mit Powershell und System Center Virtual Machine Manager 2012 (SCVMM, RC) zu arbeiten. Daher werde ich hier wieder ein paar Codesnippsel posten, um bestimmte Funktionen zu automatisieren:
die erste Funktion soll eine neue Cloud für Hyper-V erzeugen . Zusätzlich wird ein neue Rolle für diese Cloud angelegt, die nur VMs verwalten darf.
#creates a new cloud and a corresponding usergroup
function createCloud([string]$name,[string]$hostgroupname)
{
#retrieving first GUID for creating the new cloud
$job= ([System.Guid]::NewGuid().toString())
#define Cloud limitations (here: no limit)
Set-SCCloudCapacity -JobGroup $job -UseCustomQuotaCountMaximum $true -UseMemoryMBMaximum $true -UseCPUCountMaximum $true -UseStorageGBMaximum $true -UseVMCountMaximum $true
#setting the used network (here: the network has the same name as the cloud)
$resources = @()
$resources += Get-SCLogicalNetwork -Name $Name
#defining that the cloud can be used on hyper-v server
$addCapabilityProfiles = @()
$addCapabilityProfiles += Get-SCCapabilityProfile -Name "Hyper-V"
#adding the settings to the cloud with the defined GUID
Set-SCCloud -JobGroup $job -RunAsynchronously -AddCloudResource $resources -AddCapabilityProfile $addCapabilityProfiles
#adding the cloud to the hostgroup
$hostGroups = @()
$hostGroups += Get-SCVMHostGroup -Name $hostgroupname
#creating the cloud and the rest from the first job
New-SCCloud -JobGroup $Job -VMHostGroup $hostGroups -Name $Name -RunAsynchronously
#creating the usergroup
#GUID for the second job
$job= ([System.Guid]::NewGuid().toString())
#the roleis for the newly created cloud
$scopeToAdd = @()
$scopeToAdd += Get-SCCloud -name $name
#the user of this role can start, stop and shutdown virtual machines in the cloud and start a remote control
Set-SCUserRole -JobGroup $job -AddScope $scopeToAdd -Permission @("RemoteConnect", "Shutdown", "Start", "Stop") -ShowPROTips $false
$cloud = Get-SCCloud -Name $name
#add all settings to the role
Set-SCUserRoleQuota -Cloud $cloud -JobGroup $job -QuotaPerUser -UseCPUCountMaximum -UseMemoryMBMaximum -UseStorageGBMaximum -UseCustomQuotaCountMaximum -UseVMCountMaximum
#create the role with the job guid
New-SCUserRole -Name $name -UserRoleProfile "SelfServiceUser" -Description "" -JobGroup $job
}
Kann mir einer das mal erklären? Löscht man in Hyper-V eine VM, die Snapshots hat, dann werden erst alle Snapshots gelöscht, also in das Hauptfile zurückgeschrieben und dann die entsprechende Disk. Was für einen Sinn macht das?
Besonders extrem wird es, wenn man ein Storage Migration mit SCVMM (System Center Virtual Machine Manager 2012) macht. Dabei wird eine neue VM angelegt, die Disks kopiert und dann die alte VM mit den Disks gelöscht. Was dann bei einer VM mit Snapshots passiert kann man sich denken:
Ansicht des Jobs im SCVMM 2012:
Wie man sieht wurden die Disks innerhalb 3 Minuten kopiert und jetzt (ca. 14:05) hängt er immer noch beim Entfernen der VM.
In der Hyper-V Konsole sieht es zu dem Zeitpunkt so aus:
Destroying ist bei 25%
Ich kann mir den Sinn davon nicht erklären. Vielleicht irgendein anderer hier??
Wenn man am PC ein so ungeduldiger Mensch wie ich ist, dann möchte man bei einer Storage Migration mit dem SCVMM irgendwann mehr sehen, als nur die (bereits relativ detaillierte) Statusanzeige des Jobs in der System Center Virtual Machine Manager (SCVMM) Konsole.
Der längste Teil des Verschiebens ist im allgemeinen das Kopieren der VHD Dateien. SCVMM verwendet dazu den Bits Agent auf dem Hyper-V Server. Das hat den Vorteil, dass dieser nur die zur Verfügung stehende Bandbreite nutzt und somit nicht den normalen Produktionsverkehr stört.
Auf dem Hyper-V Server ist mittlerweile kein Bitsadmin mehr vorhanden, um den Status dieser Jobs direkt auf der Quelle zu kontrollieren. Dafür gibt es mittlerweile ein Power Shell Modul.
Daher schnell powershell.exe auf der Kommandozeile des Hyper-V Servers 2008 R2 ausgeführt und darin ein
Import-Module BitsTransfer
gestartet, um das entsprechende Bits PS-Modul zu importieren.
Danach kann man sich mittels
Get-BitsTransfer -AllUsers | where {$_.JobState -eq ‘Transferring’} | fl
den Status alle gerade noch laufenden Jobs anzeigen lassen. SCVMM startet bei mehreren Platten bzw. Snapshots mehrere Transferjobs parallel. Daher sind auch bei nur einem Job mehrere Bits-Transfers sichtbar.
Ich arbeite als Systemingenieur in diversen Kundenprojekten bei der TechniData IT Service GmbH, die u.a. Standorte in Karlsruhe und Markdorf unterhält.